INSOLVENZ-GEFAHR durch CORONA: Ich habe darüber nicht wirklich oft geredet, obwohl ich selbst haarscharf an einer Insolvenz vorbei geschrammt bin. Ich habe selbst darüber nicht wirklich oft geredet, obwohl ich damals in diese Situation völlig unverschuldet gekommen bin. Aber ich bin aus dieser drohenden Insolvenz nur deshalb mit einem blauen Auge herausgekommen, weil ich mir rechtzeitig juristische Unterstützung organisiert habe. Und deshalb reden wir jetzt über das Thema Insolvenz – ganz offen!

Wer ein Unternehmen gründet, der:die hat Mut. Die Gründenden verlassen sich nicht auf andere, sondern nehmen all ihr Können in die eigene Hand. Sie riskieren etwas, weil sie eine Idee, eine Vision, eine Leidenschaft haben, die sie in einer Festanstellung niemals realisieren könnten und weil sie etwas besser machen wollen, etwas weiterentwickeln wollen, weil sie sprudeln vor Ideen und für eine Sache brennen. Sie können arbeiten bis zum Umfallen, sich begeistern bis zur Besinnungslosigkeit und sich bis in die letzte Körperzelle motivieren.

Klopfen Sie sich auf die Schulter! Wo wäre dieses Land ohne Sie? Ohne Sie als Gründer:innen, als Unternehmer:in? Jeder und jede einzelne Unternehmer:in hat dieses Land auf ihre Weise geprägt – auch wenn Sie das jetzt nicht sehen, weil Sie sagen, ich habe doch nur ein kleines Reisebüro, ich bin doch nur ein Musiker, ich verkaufe doch nur Blumen, ich mach doch nur…

Aber wo wäre Ihr Ort, Ihre Stadt, dieses Land ohne Sie? Sie kennen die Antwort. Die Antwort fängt mit “A” an und hört mit “sch” auf.

Ich kenne die ganze Bandbreite Ihrer Gefühle, Ihrer Gedanken, Ihre Unsicherheit, Ihrer aufkommende Panik. Ich kenne ihr Verantwortungsgefühl für Ihre Mitarbeiter:innen und ich kenne Ihr Wechselbad der Gefühle, von Hoffnung bis Untergang, von Untergang bis Hoffnung. Ich weiß, wie sich Verzweiflung und Existenzangst anfühlt, Hoffnungslosigkeit und Resignation. Und deshalb ist es wichtig, dass wir über Insolvenz-Gefahr reden.

Ich möchte mit Ihnen ein Tabu brechen. Ich möchte, dass wir ganz offen über Insolvenz reden. Ich möchte, dass wir darüber frühzeitig reden, was ist, wenn Sie Insolvenz anmelden müssen. Nur wenn Sie wissen, was auf Sie zukommen kann, können Sie die letzte Stufe in den Olymp der Unternehmer:in erklimmen: Verantwortungsvoll für sich, Ihre Mitarbeiter:innen, Ihre Familie, Ihre Lieferanten und andere handeln. Vorbereitet, weitsichtig, mit einem klaren Blick in die Zukunft.

Sie haben die aktuelle Situation nicht zu verantworten. Sie könnten noch nicht einmal rückblickend etwas anders oder etwas besser gemacht haben, das diese Situation verhindert hätte.

Lassen Sie uns jetzt dieses Gebilde, das aus eigener Scham und von Fremden vermitteltem Versagensgefühl besteht, tatsächlich auflösen. Und ich möchte Ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dass es so viele Möglichkeiten gibt, eine Insolvenz abzuwenden, dass Sie mit den Ohren schlackern werden, wenn Sie alle kennen. Und selbst wenn eine Insolvenz die beste Entscheidung sein sollte, dann haben Sie als Unternehmer:in richtig und verantwortungsvoll gehandelt.

Für heute soll es mit dem Thema Insolvenz genug sein. Ich möchte Ihnen aber eines versichern: 50 Prozent der Probleme löst man in so einer Krisensituation durch reden. Die anderen 50 Prozent sind juristisches Know-How. Sie werden der Teil des Redens sein und ich der Teil, der zuhört. Die juristischen 50 Prozent organisiere ich uns in den nächsten Tagen.

Sie erreichen mich jederzeit unter +49 171 14 35 337 (Email: jan-ulrich(at)bittlinger.net). Wenn Sie Murnauer Unternehmer:in sind, dann erreichen Sie mich auch über Markt Murnau a. Staffelsee, Wirtschaftsförderung, Tel. 08841-476-133 oder unter jan-ulrich.bittlinger@murnau.de. Und glauben Sie nicht, dass Sie mir auf die Nerven gehen, wenn Sie mich X-mal anrufen. Auch für mich ist das gerade wie eine Vergangenheitsbewältigung. Aber wir werden gemeinsam diese Situation meistern. Sie sind nicht alleine, vergessen Sie das nicht!